Interne Anzeige des Termins: Manal Zürich

Bezeichnung:
Lesereise Manal al-Sharif (1) Zürich

Ort: Kaufleuten, Pelikanplatz, 8001 Zürich 
Uhrzeit: 20:00
Datum von: 01.10.2017
Datum bis: 01.10.2017

Beschreibung:

Als Manal al-Sharif sich im Jahr 2011 trotz des Fahrverbots für Frauen in Saudi-Arabien ans Steuer setzte und ein Video davon auf Youtube veröffentlichte, steckten die vom Arabischen Frühling verunsicherten Behörden die Computerexpertin ins Gefängnis. Neun Tage saß Manal al-Sharif in einer dreckigen, engen Zelle zusammen mit anderen Frauen, dann befreite sie ein von Hillary Clinton angeführter weltweiter Proteststurm.

In »Losfahren« berichtet Manal al-Sharif von ihrem Aufstand im Auto und sie schildert offen und eindringlich ihre Jugend, in der sie – wie viele andere ihrer Generation – auf dem Weg war, eine radikale Muslimin zu werden. Ihre Ausbildung, die alltägliche Gängelung durch die Männergesellschaft und ihre Auslandsaufenthalte machten sie zu einer der bekanntesten Frauenrechtlerinnen der arabischen Welt. Das Time Magazine zählte sie zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt, das World Freedom Forum verlieh ihr den Vaclav Havel Preis. Ihre aufregende Lebensgeschichte ist beides, ein Dokument der Unterdrückung und der Befreiung.
Die deutschen Textpassagen liest Ariela Sarbacher.

Moderation: Antonia Moser, Redaktion Religion SRF. Das Gespräch mit der Autorin findet auf Englisch statt.

Eintritt: 15 - 75 CHF

Veranstalter: Kaufleuten Literatur mit freundlicher Unterstützung der Zürcher Kantonalbank

Interne Anzeige des Zitates: Losfahren im Abendblatt

Zitat:

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Quelle: Offen und eindringlich schildert Manal al-Sharif ihre Kindheit und Jugend, in der sie auf dem Weg war, eine radikale Muslimin zu werden.
Zum Buch: Losfahren
Erscheinungstermin: Tue, 08/15/2017 (All day)

Interne Anzeige des Zitates: Losfahren in der WAZ

Zitat:

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Quelle: Selten gab ein Buch so tiefe Einblicke in den streng geregelten Alltag einer saudischen Familie.
Zum Buch: Losfahren
Erscheinungstermin: Wed, 08/16/2017 (All day)

Interne Anzeige des Zitates: Losfahren in ttt

Zitat:

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Quelle: Frauen am Lenkrad des eigenen Lebens ist das Motto ihrer Kampagne. Manal al-Sharif hat ein Signal gesetzt, einen Anfang gemacht. Inzwischen folgen ihr viele.
Zum Buch: Losfahren
Erscheinungstermin: Sun, 08/13/2017 (All day)

Ich komme

Bayamack-Tam: Ich komme
Emmanuelle Bayamack-Tam
Ich komme
(JE VIENS)
AUS DEM FRANZÖSISCHEN VON
CHRISTIAN RUZICSKA
ROMAN
GEBUNDEN OHNE SCHUTZUMSCHLAG
ETWA 400 SEITEN
CA. € (D) 25.00 I CHF 32.00 I € (A) 25.70
ISBN 978-3-906910-14-7
ISBN 978-3-906910-15-4 (E-BOOK)
WARENGRUPPE 1112
LIEFERBAR

Pressestimmen

»Wer Bayamack-Tam liest, wird schnell enthusiastisch.«
Julia Amalia Heyer, DER SPIEGEL

Dieses Buch liest sich wie eine zeitgenössische Komödie: Es ist zum Lachen, es  geht an Grenzen, überschreitet sie und zeichnet dabei ein bitterböses Bild der Welt von heute. Emmanuelle Bayamack-Tam sucht sich Themen, die wehtun:  Rassismus, der das Leben zur Hölle macht; das Alter, das in unserer Gesellschaft einem Schiffbruch gleicht; oder die Familie, die zum Hassobjekt wird.

»Ich komme« ist ein Fetisch-Roman: Menschen sind besessen von Objekten, die sie ganz nach Stimmungslage kaufen, sammeln, benutzen und wieder verwerfen. Ein adoptiertes Kind kann man doch wohl zurückgeben, wenn es keinen Spaß mehr macht. Dieser Roman erinnert an Charles Dickens’ »Bleak House« , in dem er das dekadente Leben der Oberschicht schildert, deren selbstvergessene Existenzweise von nichts mehr geprägt ist als von materiellen Sorgen.

 

Die Wohlhabenden reproduzieren ihren Wohlstand auf dem Rücken der Bedürftigen, Liebe wird nicht mehr geliebt, und die Kinder sind weniger kindisch als ihre Eltern. Diese Spielregeln erschaffen eine Welt, die nur noch als Missverständnis funktioniert. Kann es aktueller zugehen als in einer solchen Komödie?

 

Drei große Erzählungen bilden das innere Gerüst dieses unbehausten Zuhauses: Tochter, Mutter und Großmutter liefern uns drei Versionen der unbequemen Wirklichkeit: Nelly, die älteste, zieht ihr Resümee und findet nur Bedauern; Gladys, die Mutter, will sich für ihre Lebensunfähigkeit rechtfertigen, was in einen wutentbrannten rhetorischen Rachefeldzug mündet; und schließlich Charonne, erst von den Eltern, dann von den Adoptiveltern aufgegeben, ihrer Hautfarbe wegen als »schwarz« wahrgenommen und zudem noch übergewichtig. Sie ist die einsamste unter den Ausgestoßenen, doch gerade sie strahlt eine unerschöpfliche Energie aus.


In ihrem scharfsinnigen Sittenbild macht Emmanuelle Bayamack-Tam diese Tochter zur Heldin mit der Kraft, eine Welt zu entwerfen, in die das Leben wieder einzieht. Wie eine provokative Prophezeiung ruft sie aus: »Ich komme!«

Traumhafte Kindheit

Catherine Millet: Traumhafte Kindheit
Catherine Millet
Traumhafte Kindheit
(UNE ENFANCE DE RÊVE)
AUS DEM FRANZÖSISCHEN VON PAUL SOURZAC
ROMAN
GEBUNDEN OHNE SCHUTZUMSCHLAG
ETWA 240 SEITEN
CA. € (D) 22.00 I CHF 28.00 I € (A) 22.50
ISBN 978-3-906910-12-3
ISBN 978-3-906910-17-8 (E-BOOK)
WARENGRUPPE 1112
LIEFERBAR AB 2. Oktober 2017

Pressestimmen

»Ein eindringliches und beeindruckendes Buch«
Dirk Fuhrig, Deutschlandfunk

Catherine Millet gilt in Frankreich als eine der wichtigsten Kunstkritikerinnen, ihre Fachbücher und Essays sind maßgebliche Beiträge zur Kulturgeschichte.  

Weltweit in Erstaunen versetzte sie Kritiker und Leser aber mit ihren Bestsellern »Das sexuelle Leben der Catherine M.« und »Eifersucht«, beides autobiografische Schilderungen ihrer intimen Erfahrungen.

»Traumhafte Kindheit« schließt an diese beiden Werke an, Catherine Millet rekapituliert mit äußerster Präzision die Entwicklung ihrer Wahrnehmung, ihrer Gefühle und ihres Bewusstseins und spiegelt so anhand scharf beobachteter und packend erzählter Episoden, wie sich ihre Persönlichkeit bildete. Offen und frei spricht sie von der Einsamkeit, den diffusen Schuld- und Schamgefühlen, den Ängsten eines jungen Menschen, der seine eigene Familie als »Glutofen der Hölle« empfindet und sich nicht anders zu helfen weiß, als auf dem Schulhof das alltägliche Elend der Eltern in ausgeschmückten Schilderungen noch einmal zuzuspitzen, um den gesellschaftlichen Makel in Stoff für exklusive Geschichten zu verkehren.

Mit der zärtlichen Stimme einer sensiblen Seherin und einer humorvollen und zugleich dem Ziel einer beobachtenden Objektivität folgenden Darstellung sozialer Abgründe eröffnet Catherine Millet dem Leser Einblicke in die Rätsel der Seele und zitiert wie nebenbei eine Fülle zeitgeschichtlicher Impressionen. Fotografisch genau erinnerte Details fügen sich zu einem Milieu- und Epochenbild, das die Autorin mit hohem Unterhaltungswert zu zeichnen versteht.

Wer den Blick mit Millet auf seine eigene Kindheit zurücklenkt, wird in vielen der hier geschilderten Erfahrungen seine eigenen wiedererkennen und herausgefordert sein, sie besser zu verstehen.

Catherine Millet kommt als Mitglied der Delegation des Ehrengastes Frankreich zur Frankfurter Buchmesse. Sie ist außerdem eingeladen zum Literaturfest München.

Interne Anzeige des Zitates: Wüllenkemper in SZ zu Überbitten

Zitat:

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Quelle: Deborah Feldmans Text ist ein autobiografischer Erlebnisbericht aus dem Maschinenraum der Seele, ein Bericht über die befreiende Wirkung von Literatur und des eigenen Schreibens, über die Loslösung von der eigenen Herkunft und die Selbstverortung einer jungen jüdischen Frau.
Zum Buch: Überbitten
Erscheinungstermin: Mon, 08/14/2017 (All day)

Interne Anzeige des Zitates: FAZ-Magazin

Zitat:

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Quelle: Diese mutige Araberin, die im australischen Exil lebt, weiß besser als die meisten Manager, was Autos eigentlich bedeuten.
Zum Buch: Losfahren
Erscheinungstermin: Sat, 08/12/2017 (All day)

Vermisstenstelle

Zylberman - Vermisstenstelle
Ruth Zylberman
VERMISSTENSTELLE
(LA DIRECTION DE L'ABSENT)
AUS DEM FRANZÖSISCHEN VON
PATRICIA KLOBUSICZKY
ROMAN
GEBUNDEN OHNE SCHUTZUMSCHLAG
ETWA 174 SEITEN
€ (D) 20.00 I CHF 25.00 I € (A) 20.50
ISBN 978-3-906910-18-5
ISBN 978-3-906910-19-2 (E-BOOK)
WARENGRUPPE 1112
LIEFERBAR AB 28. AUGUST 2017

Pressestimmen

»Ein Buch mit universaler Dimension«
Anne Chépeau, Radio France

Ein kleines Mädchen spaziert bei Tag durch Paris. Bei Nacht irrt es im Traum durch die Straßen des Warschauer Ghettos.
 Aus Polen stammte der Großvater, in Polen wurde die Mutter geboren und entging als Kind nur knapp der Vernichtung. Nun soll ihre Tochter leben, mehr verlangt sie nicht. Doch die, inzwischen bald vierzig, wird die Alpträume nicht los und bringt sich beinahe um.  

Um den Tod zu überwinden, muss sie sich der Vergangenheit stellen, die sich in ihren Körper eingeschrieben hat, ihren Alltag und ihre Beziehungen prägt. Und als ihre Mutter durch ein amtliches Schreiben aus dem Jahr 1945 erfährt, dass ihr Vater
im KZ nicht umgekommen ist, sondern befreit wurde, macht sie sich mit ihr auf 
die Suche nach diesem Mann, der seit
 65 Jahren als vermisst gilt. Sie begleitet
 ihre Mutter nach Bergen-Belsen, gelangt selbst immer tiefer in den Osten und findet dabei zu sich selbst. Sie fördert aber auch eine Wahrheit zutage, die weit über die Geschichte ihrer Familie hinausstrahlt.
 Es ist ein dunkles, ein radioaktives Strahlen, das Ruth Zylberman hier mit ihrer betörend klaren Sprache bannt.

An Liebe stirbt man nicht

Nathalie Azoulai
An Liebe stirbt man nicht
(Titus n'aimait pas Bérénice)
Übersetzt aus dem Französischen
von Paul Sourzac
Gebunden ohne Schutzumschlag
250 Seiten
€ (D) 25.00 | CHF 32.00 | € (A) 25.80
ISBN 978-3-906910-16-1
ISBN (E-Book) 978-3-906910-13-0
Warengruppe 1112
Lieferbar seit 2017

Pressestimmen

»Nathalie Azoulai gelingt ein Meisterstück.«
Le Figaro Littéraire

Spricht man in Frankreich von der Liebe, so kommt man früher oder später auf Jean Racine, den einflussreichsten Tragödienautor des Landes. Und doch ist Racine mehr als jene geflügelten Worte, zu denen viele seiner Verse geronnen sind. Zwischen all dem klassisch weißen Marmor lauern Schatten.

»Eine Trennung ist keine Nichtigkeit«, schreibt Racine im Vorwort zu seiner Tragödie Bérénice – und Nathalie Azoulai nimmt ihn beim Wort. Ihre Bérénice, eine Frau des 21. Jahrhunderts, wird verlassen; ihr Liebhaber, kehrt zurück zu seiner Frau und Familie. Und tatsächlich – die Worte Racines werden ihr zum Trost; sie erkennt sich in ihnen wieder; sie bedient sich an seinen Werken wie in einem »Selbstbedienungsladen für Liebeskranke«. Doch wie konnte ein Mann des 17. Jahrhunderts so treffend über die Liebe und das Leid und den Schmerz nach deren Ende schreiben – zumal aus der Perspektive der Frauen?

Mit ihrer Bérénice taucht Azoulai ein in das Leben Jean Racines, zeigt dessen Aufstieg vom Waisenkind im strengen Kloster Port-Royal zum Günstling Ludwigs XIV., die Zerrissenheit zwischen jansenistischer Askese und dem Prunk am Hofe des Sonnenkönigs. Und immer sind ihm Sprache und Literatur Anker und Kompass: die verbotenen und im Verborgenen gelesenen Texte Vergils und Heliodors als Kind und später dann die Suche nach neuen Ausdrucksformen der Liebe und Leidenschaft als immer erfolgreicher werdender Hofdichter.

Nathalie Azoulai spiegelt ihre Bérénice unserer Zeit in der Lebensgeschichte ihres Schöpfers und dessen éducation sentimentale im Schmerz seiner Figur, Bérénice. Und so wird dieser berückend schöne und filigrane Text zu weit mehr als einer Biographie oder einem historischen Roman: Nathalie Azoulai zeigt die Universalität der Leidenschaft und des Kummers über die Jahrhunderte hinweg und beschreibt so eine Topographie der Sprache der Liebe.