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Blumen für Otello  | Esther Dischereit

Was für das Begreifen relevant ist, ist zu verstehen, worum handelt es sich, um wen, um welchen Mann, war der Metallarbeiter, um welche Mutter und Großmutter, die das jetzt trauert, welche Kinder sind zurückgeblieben, war das Kind 14 und wo war es gerade und wie hat es die Nachricht erreicht, und was machte der Mensch jeden Tag? Diese Präsenz der Opfer fand ich im öffentlichen Raum so nicht gegeben. Medial dominierten die Killer.

Esther Dischereit im Interview mit Patrick Tiede in der Autorenarena der Leipziger Volkszeitung / 15 March 2014

Blumen für Otello  | Esther Dischereit

Es hat so unendlich viele Verhinderer, Boykotteure und Schweigende gegeben. Für mich ist diese Möglichkeit, mich als Dichterin auszudrücken, auch eine Form der Intervention im öffentlichen Raum. Ich muss mich eben auch nicht an die Vorgänge des rein Dokumentarischen halten (...), sondern ich kann aus diesem Geschehen die Dinge aufnehmen, die sich für viele, viele von uns aufdrängen, auf der Hand liegen. Es darf offensichtlich nicht ausgesprochen werden. Es gibt eine Mauer des Schweigens.

Esther Dischereit auf dem »Blauen Sofa« im Interview mit Barbara Wahlster, DeutschlandRadio Kultur / 14 March 2014

Blumen für Otello  | Esther Dischereit

Für Dischereit greift die Aufarbeitung der NSU-Morde, der politischen Hintergründe und der Rolle des Verfassungsschutzes als Ermittlungsproblem zu kurz. In ihrem Buch „Blumen für Otello – Über die Verbrechen von Jena“ zeigt sie auf, wie die Hinterbliebenen der Mordopfer kriminalisiert wurden und macht die Trauer, Ohnmacht und die Wut der Hinterbliebenen sichtbar.

Marliese Mendel in DieZeitschrift.at / 10 March 2014