Kames und Otremba bei Einar und Bert

Titel: 
»Sound lesen« Doppellesung mit Maren Kames & Hendrik Otremba in Berlin
2018-06-08 00:00:00
Beschreibung: 

Sound lesen

  1. Zwischen Partituren und Detektiven
  1. HALB TAUBE HALB PFAU ist einer Landschaft ähnlich, eine die erst erkundet wird, deren Grenzen erst gesucht werden müssen. Ein Ich tastet sich voran, macht aus dem Unwägbaren etwas sichtbar, fühlbar, indem es Dinge mit Worten benennt, die die Leere behutsam füllen. Doch die Unsicherheit bleibt, wie Schollen tauchen Texte auf und wiede ab, überlappen sich und brechen wieder auseinander, verzerren das Bild oder lassen es wieder verschwinden, um sich mit der Stille des Nichts zu umreißen.

HALB TAUBE HALB PFAU kennt keine Genregrenzen. Die Textspiegelungen oszillieren zwischen Prosa, Lyrik und Drama. Das intime, fast solipstische Sprechen wird flankiert und immer wieder durchbrochen von anderen Stimmen, Gegenreden, dialogischen Passagen, Du-Ansprachen, Echos, die das Ich selbst verorten, ohne es je bestimmen zu können.

  1. HALB TAUBE HALB PFAU überschreitet die Grenzen des Buches. Codes führen auf eine Ebene außerhalb des Textes, wo Schrift zu Klang wird. Der Leser selbst wird zum Entdecker in einer Welt, die, die ihre Eindeutigkeit schon im Medium verloren hat.

Maren Kames bedient mit traumwandlerischer Sicherheit sämtliche sprachliche Register, entwickelt eine ganz eigene Meledie, eine Partitur voller Humor, ebenso unerhaltsam wie hochliterarisch und poetisch.

 

  1. Der Drogenabhängige Detektiv Joseph Weynberg trauert um seine Liebe – Hedy. Sie ist tot. Er bekommt den Auftrag, eine Frau, Maude Anandin, zu beschatten. Diese Femme Fatale ähnelt Hedy wie ein Klon. Weynberg entwickelt eine Obsession für Maude, die in Schwierigkeiten steckt und in ihrem exzessiven Leben dem Tod immer näher kommt. Menschen sterben. Weynberg  ist unbeabsichtigt in diese Tode verstrickt.
  1. Maude und Weynberg müssen aus ihrer namenlosen Stadt fliehen, die sie noch nie zuvor verlassen haben. Sie wollen nach Neu-Qingdao, einer Stadt weit im Osten, von der sie sich Zukunft und Perspektive verprechen. In von Menschen verlassenen Gegenden finden sie Schönheit, stolpern in surreale Szenarien, die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit verschimmen.
  1. Die Flucht fordert ihren Tribut. Sie werden schwächer, ihre Lage hoffungsloser, schließlich aber erreichen sie mit letzter Kraft die verheißungsvolle Stadt. Dochn die Verfolger sind ihnen auf den Fersen…
  1. „Über uns der Schaum“ erzählt die Geschichte zweier verlorener Menschen, die in einer düsteren Zeit ums Überleben kämpfen müssen. Der Regen ist giftig, die Gesellschaft verroht – bei genauerem Blick wird klar: diese Welt ist unserer Gegenwart gefährlich nah.

Einlass 19:00 Uhr | Beginn 19:30 Uhr, Eintritt 10€ | erm. 8€, Reservierungen unter info@einar-und-bert.de

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19:30